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Terminplanung in Excel: wann sich eine Alternative lohnt

· 8 Min. Lesezeit

Für die Terminplanung brauchen Sie nicht immer Software. Wer allein arbeitet und Termine am Telefon oder an der Theke vergibt, kommt mit einem Terminbuch oder einer Excel-Tabelle gut aus. Eine Alternative zu Excel lohnt sich, wenn mehrere Leute gleichzeitig Termine eintragen, wenn Kunden online buchen sollen oder wenn Sie Erinnerungen verschicken wollen. Dazu kommen die Grenzen von Excel im Team und die Datenschutzregeln, die für alle drei gelten. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.

Wann Terminbuch oder Excel ausreicht

Ein Terminbuch aus Papier hat echte Vorteile. Es funktioniert ohne Strom und Internet, jeder im Betrieb versteht es sofort, und ein Eintrag dauert Sekunden. Eine Excel-Tabelle kommt dazu: Sie können darin suchen, Wochen kopieren und eine Tagesliste ausdrucken.

Beides reicht in der Regel, wenn diese Punkte zutreffen:

Wenn Sie bei Excel bleiben, bauen Sie die Tabelle als Liste auf, nicht als bunten Wochenplan. Eine Zeile pro Termin mit festen Spalten: Datum, Beginn, Ende, Mitarbeiter, Leistung, Name, Telefonnummer. So können Sie nach Datum sortieren, nach einem Namen filtern und finden am Telefon schnell den Termin von Frau Becker. Ein Wochenraster mit farbigen Zellen sieht übersichtlich aus, lässt sich aber kaum durchsuchen. Speichern Sie außerdem regelmäßig eine Sicherungskopie an einem zweiten Ort.

Terminplanung in Excel: wo die Grenzen liegen

Die Probleme beginnen selten mit der Menge der Termine, sondern mit der Zahl der Leute, die eintragen, und mit den Wegen, auf denen Termine hereinkommen. Ein Vergleich:

SituationTerminbuchExcel-TabelleTerminsoftware
Zwei Personen nehmen gleichzeitig Anrufe annur eine kann schreibenmöglich, mit Einschränkungen (siehe unten)ja, jeder mit eigenem Zugang
Gleiche Uhrzeit bei derselben Person doppelt vergebenfällt auf, wenn man hinsiehtfällt nur auf, wenn Sie selbst eine Formel einrichten, die doppelte Uhrzeiten markiertviele Programme prüfen das
Kunden buchen online, auch abendsneinneinja, wenn das Programm eine Buchungsseite hat
Erinnerung an den Kundenper Anrufper Anruf oder von Hand geschriebener Mailbei vielen Programmen automatisch
Nachvollziehen, wer einen Termin geändert hatan der Handschriftmit Microsoft 365 über eine eigene Funktion (siehe unten), sonst kaumje nach Programm
Strom oder Internet fällt ausläuft weiterläuft weiter, wenn die Datei lokal liegtnur mit Ausdruck oder Offline-Ansicht

Die letzte Zeile ist kein Randthema. Wer auf Software umsteigt, sollte vorher wissen, wie er an einem Tag ohne Internet an seine Termine kommt.

Mehrere Personen in einer Excel-Datei: was Microsoft dazu sagt

Das gleichzeitige Arbeiten an einer Excel-Datei heißt bei Microsoft „gemeinsame Dokumenterstellung“. Die Voraussetzungen stehen in der Microsoft-Hilfe (Stand November 2026):

Die ältere Funktion „Freigegebene Arbeitsmappe“ beschreibt Microsoft als Funktion mit zahlreichen Einschränkungen, die durch die gemeinsame Dokumenterstellung ersetzt wurde. Mit Excel für Microsoft 365 können Sie außerdem nachsehen, wer was wann geändert hat, für die letzten 365 Tage (in der Microsoft-Hilfe „Show Changes“).

Für die Terminplanung heißt das: Sagen Ihre Mitarbeiterin am Telefon und Sie an der Theke zur selben Minute „Dienstag 10 Uhr passt“, prüft Excel nicht, ob die Uhrzeit schon vergeben ist. Den Eintrag der Kollegin sehen Sie erst, wenn er bei Ihnen angekommen ist. Tragen Sie in verschiedene Zeilen ein, stehen am Ende zwei Kunden zur selben Zeit im Plan. Schreiben Sie in dieselbe Zelle, bleibt einer der beiden Einträge übrig, und den anderen Kunden hat niemand mehr auf dem Zettel. Eigene Bereiche je Person helfen beim Schreiben, aber nicht bei der Frage, ob die Kollegin um 10 Uhr noch frei ist.

Datenschutz gilt für Papier, Excel und Software

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gilt nicht nur für Software. Sie gilt für automatisierte Verarbeitung, also etwa eine Excel-Datei, und ebenso für nicht automatisierte Verarbeitung, wenn die Daten in einem „Dateisystem“ gespeichert sind (Art. 2 Abs. 1 DSGVO). Gemeint ist eine strukturierte Sammlung personenbezogener Daten, die nach bestimmten Kriterien zugänglich ist (Art. 4 Nr. 6 DSGVO). Ein nach Tagen geordnetes Terminbuch mit Namen und Telefonnummern kann darunterfallen. Die Ausnahme für rein persönliche oder familiäre Tätigkeiten (Art. 2 Abs. 2 lit. c DSGVO) greift für einen Betrieb nicht.

Art. 32 DSGVO verlangt Schutzmaßnahmen, die zum Risiko passen. Genannt sind unter anderem die Vertraulichkeit und Verfügbarkeit der Systeme und die Fähigkeit, Daten nach einem Zwischenfall rasch wiederherzustellen. Im Alltag heißt das zum Beispiel:

Zusätzliche Vorsicht ist bei Freitext-Notizen geboten. Steht dort etwa ein Hinweis auf eine Erkrankung, sind das Gesundheitsdaten. Deren Verarbeitung ist nach Art. 9 Abs. 1 DSGVO grundsätzlich untersagt, erlaubt ist sie nur unter den Ausnahmen in Abs. 2. Schreiben Sie in Notizen nur, was Sie für den Termin wirklich brauchen. Das gilt im Terminbuch genauso wie in der Software.

Checkliste: lohnt sich der Umstieg jetzt?

Gehen Sie die Fragen durch. Je mehr Sie mit Ja beantworten, desto eher lohnt sich ein Test mit einer Terminsoftware.

  1. Tragen regelmäßig zwei oder mehr Personen Termine ein, auch zur selben Zeit?
  2. Ist in den letzten Wochen ein Termin doppelt vergeben worden oder verloren gegangen?
  3. Rufen Kunden außerhalb der Öffnungszeiten an oder fragen, ob sie online buchen können?
  4. Erscheinen Kunden öfter nicht, und rufen Sie deshalb am Vortag von Hand an?
  5. Suchen Sie am Telefon länger nach einem Termin, weil der Kunde das Datum nicht mehr weiß?
  6. Arbeiten Sie an mehreren Standorten oder Geräten?

Wenn Sie umsteigen, beginnen Sie in einer ruhigeren Woche. Tragen Sie zuerst alle künftigen Termine aus Buch oder Tabelle in das neue System ein. Neue Termine kommen ab dem ersten Tag nur noch dorthin, sonst entstehen genau die Doppelbuchungen, die Sie vermeiden wollen. Das alte Buch bleibt zwei bis drei Wochen zum Nachschlagen liegen. Wie Kunden später online zu Ihnen finden, steht im Beitrag zur Terminbuchung im Google Unternehmensprofil.

So geht es mit PlanKraft

PlanKraft ist ein Team-Kalender im Browser mit Online-Buchung. Wer allein arbeitet und mit Buch oder Tabelle zufrieden ist, braucht es nicht unbedingt. Für die Grenzen von oben gibt es diese Funktionen:

Einen Import aus Excel gibt es nicht; vorhandene Termine tragen Sie beim Umstieg von Hand ein. Den Vertrag zur Auftragsverarbeitung und die Liste der Unterauftragsverarbeiter mit den Orten der Verarbeitung finden Sie auf der Website, weitere Funktionen auf der Startseite.

Quellen

Stand der Angaben: 3. November 2026. Hinweise auf Fehler gern an support@plankraft.net.